Konzert in der St. Bonifatius Kirche am 13. November

 

Konzert Bonifatiuskirche Lingen

 

Rossini hatte 1829 bereits den Höhepunkt seines Ruhmes erreicht und 39 Opern geschrieben. Er wendete sich von der Opernbühne ab. Krankheiten und Depressionen verursachten eine schwere Schaffenskrise bei ihm und erst ab 1855 schrieb er seine beiden großen Alterswerke, das “Stabat mater” nach der mittelalterlichen Sequenz von Jacopone da Todi über die Schmerzen Mariens und die “Petite Messe solennelle”. Beide Werke sind Meisterstücke der italienischen Kirchenmusik und enthalten wunderbare Chöre und Arien. Rossini selbst nannte sie humorvoll “Meine beiden Alterssünden”, da bei ihnen natürlich die belcanto Melodik seiner Opernsprache mit einfließt.

Die Requiem-Vertonung von Fauré hat einen ganz eigenen Charakter von milder Trauer und verzichtet auf die Schreckensvision des “Dies irae”. Weite, ruhige Melodiebögen und ungewohnte Harmonien in Verbindung mit exzellenter Orchesterbehandlung und Verwendung der großen Orgel zeichnen diese Totenmesse aus.

Ausführende: Martina Rüping, Sopran; Bettina Denner, Mezzosopran; Andreas Post, Tenor; Thomas Laske, Bariton, Concertino Lingen (Streichereinstudierung: Dirk Kummer), Gastmusiker der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Chor St. Bonifatius Lingen

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